Was hinter ESG-H steckt
ESG-H ist Einscheibensicherheitsglas, das nach der Herstellung zusätzlich einen Heißlagerungstest durchlaufen hat, auf Englisch Heat-Soak-Test. Das H steht für diese Heißlagerung. Das Glas selbst ist ganz normales ESG, also Floatglas oder Ornamentglas, das vorgespannt wurde.
Wozu der Test da ist
In ESG können Einschlüsse aus Nickelsulfid stecken, also Fremdstoffe, die im Glas eingeschlossen sind. Sie können dazu führen, dass eine Scheibe ohne äußeren Anlass zerspringt, das nennt man Spontanbruch. Beim Heißlagerungstest kommen die fertigen ESG-Scheiben deshalb noch einmal in die Wärme, bei etwa 290 Grad. Die meisten Scheiben mit solchen Einschlüssen zerbrechen dabei, also noch bevor sie verbaut werden.
Was du davon hast
Die Scheiben, die den Test überstehen, haben nur noch ein sehr geringes Risiko, spontan zu brechen. Ganz ausgeschlossen ist ein Spontanbruch damit nicht. Ansonsten behandelst du ESG-H wie jedes ESG: Maße, Bohrungen und Ausschnitte müssen feststehen, bevor die Scheibe vorgespannt wird.
Bei Oberkersch erhältlich
ESG-H kannst du bei Oberkersch anfragen.
MerksatzESG-H ist ESG mit einer zusätzlichen Prüfung gegen Spontanbruch.
