Was der U-Wert beschreibt
Der U-Wert, auch Wärmedurchgangskoeffizient genannt, ist die Kennzahl für den Wärmedurchgang. Er beschreibt, wie viel Wärme durch eine oder mehrere Schichten Material hindurchgeht, wenn es auf der einen Seite wärmer ist als auf der anderen. Mit ihm werden Wärmedämmgläser beschrieben.
Die Einheit W/m²K
Angegeben wird der U-Wert in W/m²K, gesprochen Watt pro Quadratmeter und Kelvin. Die Zahl nennt die Energiemenge, die pro Zeiteinheit durch einen Quadratmeter Fläche fließt, wenn die Lufttemperatur auf beiden Seiten um ein Kelvin auseinanderliegt.
Kleiner ist besser
Eine hohe Zahl heißt, dass viel Wärme durch das Glas entweicht und die Scheibe schlecht dämmt. Zur Orientierung: Eine einfache Scheibe üblicher Dicke liegt bei 5,8 W/m²K. Unbeschichtetes Isolierglas schafft etwa 3,0. Mit einer Wärmeschutzschicht kommt man auf rund 1,4 bis 1,7, eine zusätzliche Edelgasfüllung senkt den Wert weiter. Mit Dreifachglas geht es heute bis hinunter auf 0,4 W/m²K.
Was den Wert senkt
Den größten Sprung macht die Beschichtung auf einer der Scheiben. Weiter drücken eine Edelgasfüllung im Scheibenzwischenraum (SZR) und eine dritte Scheibe den Wert. Argon bringt etwa 0,3 W/m²K, Krypton im Zweifachglas etwa 0,4 W/m²K.
MerksatzBeim U-Wert ist die kleinere Zahl die bessere.
