Das Grundglas
Floatglas, auch Normalglas oder Einfachglas genannt, ist flach, glatt und durchsichtig. Es ist die Glasart, die am häufigsten verbaut wird, und zugleich das Ausgangsmaterial für die veredelten Gläser: Aus Floatglas werden ESG, TVG, Verbundglas und Isolierglas gemacht. Unveredelt steckt es zum Beispiel in einfach verglasten Fenstern, Schaufenstern und Möbeln.
Wie Floatglas entsteht
Die Rohstoffe sind Quarzsand, Natriumcarbonat, Kalk und Dolomit. Sie werden im Ofen auf mehr als 1500 Grad erhitzt, bis alles geschmolzen ist. Die Glasmasse wird dann auf ein Zinnbad geleitet, also ein Becken mit geschmolzenem Zinn, und darauf im Fluss geformt. Für die glatte Oberfläche sorgt dabei die Oberflächenspannung zwischen dem Zinn und dem Glas. Zum Schluss kühlt das Glas im Kühlofen ab, und zwar so, dass keine Spannungen darin zurückbleiben.
Der leichte Grünstich
Normales Floatglas enthält Eisenoxid und schimmert dadurch leicht grünlich. Bei dicken Scheiben fällt das stärker auf als bei dünnen. Enthält das Glas weniger Eisenoxid, wird es heller und klarer. Das ist Weißglas wie Optiwhite, das du nimmst, wenn Farben und Durchsicht möglichst neutral wirken sollen.
Veredeln und bearbeiten
Floatglas lässt sich vielfach weiterbearbeiten. Motive und Bilder können gelasert werden, die Oberfläche kann durch Sandstrahlen oder Ätzen satiniert, bedruckt, lackiert, verspiegelt oder entspiegelt werden, und auch die Kante wird auf Wunsch bearbeitet. Planst du Bohrungen oder Ausschnitte, dann wähl lieber ESG oder TVG als einfaches Floatglas.
MerksatzOb ESG, VSG oder Isolierglas, am Anfang steht meist eine ganz normale Floatglasscheibe.
