Farbe hinten, Glas vorn
Bei lackiertem Glas wird eine Seite der Scheibe mit Farblack überzogen, wahlweise matt oder glänzend. Diese Seite kommt immer nach hinten. So ist der Lack vor Abnutzung geschützt, und vorne hast du eine glatte Glasfläche, die sich leicht pflegen lässt. Durch den Lack wird die Scheibe blickdicht.
Farbauswahl
Zur Wahl stehen Hunderte RAL-Farben oder die Farbtöne von Lacobel, einem lackierten Glas mit eigener Farbpalette. Auch Farbmischungen sind möglich. Beachte: Normales Glas hat einen leichten Grünstich, der den Farbton verfälscht. Für eine möglichst echte Farbwirkung ist Weißglas wie Optiwhite die empfohlene Grundlage.
Wie der Lack aufgetragen wird
RAL-Farben werden mit der Lackpistole oder der Lackwalze aufgebracht und danach ausgehärtet. Der fertige Lack verträgt auch Feuchträume wie das Bad. Je nach verwendetem Lack liegt die Temperaturbeständigkeit bei 80 bis 120 °C.
Einsatz und Grenzen
Weil die Fläche glatt und durchgehend ist, kann lackiertes Glas Fliesen ersetzen, etwa als Spritzschutz oder Rückwand in der Küche und als Duschrückwand. Auch Möbel, Tischplatten und Messestände werden damit gestaltet. Lackiert wird meist Floatglas oder ESG. Für draußen empfiehlt sich lackiertes Glas nicht, und Lacobel gehört ausschließlich nach drinnen.
MerksatzBei lackiertem Glas liegt die Farbe hinten und wird vom Glas davor geschützt.
