Die Schicht macht den Unterschied
Beim Verspiegeln wird auf die Außenseite der Scheibe eine farbige Schicht aus Metalloxiden gebracht. Das geschieht durch Aufdampfen im Vakuum, auf einer Seite oder auf beiden. Die Schicht ist sehr dünn und wirft das auftreffende Licht zum Teil zurück.
Hinaussehen, ohne gesehen zu werden
Je nachdem, wie viel Licht die Schicht durchlässt, wird die Scheibe von einer Seite undurchsichtig. Den Ausschlag gibt die Helligkeit. Ist es auf einer Seite deutlich heller, sieht man dort nur sein Spiegelbild, von der dunkleren Seite aus schaut man dagegen hindurch. Solches Glas heißt deshalb auch Spionspiegel und wird zum Beispiel in Supermärkten, Sicherheitsbereichen, Kindergärten und Schulen eingesetzt.
Sonne und Blendung
Weil die Schicht Licht zurückwirft, schützt verspiegeltes Glas vor Blendung und vor Sonne. Die Sonnenwärme kann es um bis zu 60 Prozent mindern. In Innenräumen und in der Architektur setzt man es außerdem ein, um besondere optische Effekte zu erzielen.
Als Floatglas, ESG oder VSG
Verspiegeltes Glas gibt es als Floatglas und als VSG. Spionspiegelglas lässt sich außerdem thermisch zu ESG vorspannen, danach sind Zuschnitt und Bohrungen aber nicht mehr möglich.
MerksatzDer Spiegeleffekt hängt vom Licht ab: Hindurchsehen kannst du nur von der dunkleren Seite.
